Ein stabiles Tor lässt sich nachrüsten
Ein Antrieb bewegt das Tor, aber er repariert es nicht. Hängt ein Flügel, schleift er am Boden oder klemmt ein Schiebetor, muss der Antrieb gegen diesen Widerstand arbeiten. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf, ob Ihr Tor von Hand leicht und gleichmäßig läuft.
- Die Torpfosten stehen gerade und fest. Ein geneigter Pfosten ist nach Angaben des Zaunbaubetriebs Zauncenter 2000 oft der Grund, wenn ein Tor hängt.
- Die Scharniere sind fest und lassen sich nachstellen, Zauncenter 2000 nennt dafür 5 bis 10 Millimeter Spielraum.
- Das Tor lässt sich von Hand ohne großen Kraftaufwand öffnen. Für Tore an Arbeitsstätten nennt die staatliche Regel 260 Newton als Obergrenze, das entspricht etwa dem Gewicht von 26 Kilogramm.
- Ein Schiebetor läuft ohne Ruck auf seiner Schiene oder seinen Rollen.
Ist eines davon nicht erfüllt, lassen Sie zuerst das Tor richten. Sonst nutzt sich der neue Antrieb schnell ab.
Was das Nachrüsten kostet
Blauarbeit nennt für einen Drehtorantrieb 400 bis 1.200 Euro und für einen Schiebetorantrieb 500 bis 1.500 Euro. Die Elektroarbeiten kosten 300 bis 900 Euro. Müssen die Torpfosten verstärkt werden, kommen für zwei Pfosten mit Fundament 200 bis 500 Euro dazu.
| Posten | Preis |
|---|---|
| Antrieb für ein Drehtor | 400 bis 1.200 Euro |
| Antrieb für ein Schiebetor | 500 bis 1.500 Euro |
| Elektroarbeiten, Kabel und Anschluss | 300 bis 900 Euro |
| Zwei verstärkte Torpfosten mit Fundament, falls nötig | 200 bis 500 Euro |
| Beschläge und Schlösser | 30 bis 400 Euro |
Für ein Drehtor mit gutem Zustand kommen Sie damit auf rund 700 bis 2.100 Euro. Ist das alte Tor in schlechtem Zustand, rechnen Sie zum Vergleich mit einem neuen Tor. Ein neues Tor mit Antrieb kostet als elektrisches Schiebetor von 4 Meter montiert 3.000 bis 6.000 Euro.
Ein Tor mit Antrieb muss vor Einklemmen schützen
Ein Tor, das sich von selbst bewegt, kann Hände, Füße oder ein Kind einklemmen. Für Tore an Arbeitsstätten verlangt die staatliche Regel für Türen und Tore deshalb eine Sicherung bis 2,5 Meter Höhe. Sie nennt mehrere Wege, die einzeln oder zusammen wirken.
- Sichere Abstände zu Wänden und festen Teilen, damit keine Quetschstelle entsteht.
- Eine Begrenzung der Kraft, mit der der Flügel auf ein Hindernis trifft.
- Leisten an den Kanten, die bei Berührung das Tor stoppen.
- Lichtschranken, die das Tor anhalten, bevor es etwas berührt.
- Eine Bedienung, bei der sich das Tor nur bewegt, solange jemand den Knopf drückt und den ganzen Bereich sieht.
Elektrische Tore müssen sich nach dieser Regel außerdem mit einem Hauptschalter vollständig vom Strom trennen lassen. Für Ihr privates Hoftor gilt die Regel nicht unmittelbar. Sie beschreibt aber den Stand der Technik, und daran wird ein Unfall später gemessen.
Den Strom legt ein Elektrobetrieb
Der Antrieb braucht Strom am Tor. Dafür muss meist ein Kabel durch den Garten verlegt und an Ihre Hausinstallation angeschlossen werden. Das erweitert Ihre elektrische Anlage. Nach der Verordnung für Stromanschlüsse darf das außer dem Netzbetreiber nur ein Elektrobetrieb, der beim Netzbetreiber eingetragen ist.
Prüfung und Wartung nach dem Einbau
Für Tore an Arbeitsstätten verlangt die staatliche Regel eine Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme, nach wesentlichen Änderungen und danach möglichst einmal im Jahr. Prüfen darf nur ein Sachkundiger mit passendem Messgerät. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung nennt dieselbe Frist.
Für ein Tor am Wohnhaus ist das nicht vorgeschrieben. Eine regelmäßige Prüfung der Schutzeinrichtungen ist trotzdem sinnvoll, vor allem wenn Kinder auf dem Grundstück spielen. Fragen Sie den Betrieb nach einem Wartungsvertrag und seinen Kosten.
- Lassen Sie sich nach dem Einbau die Bedienungsanleitung und das Protokoll der ersten Prüfung geben.
- Testen Sie Lichtschranke und Kantenleisten regelmäßig mit einem Gegenstand, nie mit Ihrem Körper.
- Schalten Sie den Antrieb am Hauptschalter ab, bevor Sie am Tor arbeiten.
- Melden Sie dem Betrieb, wenn das Tor ruckelt, lauter wird oder nicht mehr sicher stoppt.
Ob ein Drehtor oder ein Schiebetor besser zu Ihrer Einfahrt passt, hängt vor allem vom Platz ab.
Häufige Fragen
Was kostet es, einen Antrieb für ein Hoftor nachzurüsten?
Einen Antrieb für ein Hoftor nachzurüsten kostet für ein Drehtor rund 700 bis 2.100 Euro. Darin stecken 400 bis 1.200 Euro für den Antrieb und 300 bis 900 Euro für den Strom. Müssen die Pfosten verstärkt werden, kommen 200 bis 500 Euro dazu.
Welche Sicherungen braucht ein elektrisches Tor?
Ein elektrisches Tor braucht eine Sicherung gegen Einklemmen, etwa eine Begrenzung der Kraft, Kantenleisten oder Lichtschranken. Für Arbeitsstätten verlangt die staatliche Regel das bis 2,5 Meter Höhe. Dazu gehört ein Hauptschalter, der das Tor vom Strom trennt.
Darf ich einen Torantrieb selbst anschließen?
Den Stromanschluss für einen Torantrieb darf nur ein Elektrobetrieb legen, der beim Netzbetreiber eingetragen ist. So regelt es die Verordnung für Stromanschlüsse. Den Antrieb selbst kann der Torbetrieb montieren.
Wie oft sollte ein elektrisches Tor geprüft werden?
Ein elektrisches Tor an einer Arbeitsstätte wird vor der ersten Nutzung und danach mindestens einmal im Jahr von einem Sachkundigen geprüft. Für ein Tor am Wohnhaus ist das nicht vorgeschrieben. Eine jährliche Prüfung der Schutzeinrichtungen ist trotzdem sinnvoll.
Kann ich an jedes alte Tor einen Antrieb bauen?
Einen Antrieb können Sie nur an ein Tor bauen, das stabil ist und von Hand leicht läuft. Hängt der Flügel oder steht ein Pfosten schief, lassen Sie das zuerst richten. Sonst nutzt sich der Antrieb schnell ab.
