Der Platz entscheidet über die Bauart
Ein Drehtor öffnet wie eine Tür. Seine Flügel schwingen auf, meist nach innen auf Ihr Grundstück. Hinter der Einfahrt muss deshalb so viel Fläche frei bleiben, wie die Flügel breit sind. Ein Schiebetor rollt dagegen seitlich am Zaun entlang und braucht daneben Platz.
Ein Beispiel mit einer Einfahrt von 4 Meter zeigt den Unterschied. Ein zweiflügeliges Drehtor braucht hinter dem Zaun zwei Kreise von je 2 Meter Halbmesser. Ein Schiebetor mit Laufschiene braucht neben der Einfahrt etwa 4,5 Meter Zaun. Ein freitragendes Schiebetor braucht dort 5,6 bis 6 Meter.
Freitragend oder mit Laufschiene
Schiebetore gibt es in zwei Bauarten. Ein Tor mit Laufschiene rollt auf einer Schiene im Boden. Ein freitragendes Tor schwebt über dem Boden. Sein Torfeld ist dafür länger als die Durchfahrt.
- Eine Laufschiene braucht einen völlig ebenen Untergrund, weil das Tor dem Boden folgt.
- Ein freitragendes Tor kommt mit Gefälle in der Einfahrt zurecht, weil es den Boden nicht berührt.
- In der Laufschiene sammelt sich im Winter Eis. Trekstor nennt das als häufigsten Grund für Einsätze zwischen November und Februar.
- Ein freitragendes Tor ist teurer, weil sein Feld länger und sein Fundament aufwendiger ist.
Trekstor empfiehlt das freitragende Tor, wenn genug Platz da ist. Es kostet mehr, spart aber Ärger im Winter und lässt eine Einfahrt ohne Schwelle. Entscheiden Sie sich vor dem Bau des Fundaments, denn später lässt sich die Bauart nur mit einem neuen Tor wechseln.
Was Drehtor und Schiebetor kosten
Ein zweiflügeliges Drehtor von 3 Meter kostet nach Angaben von Blauarbeit mit Pfosten und Montage 900 bis 2.800 Euro. Ein Schiebetor von 4 Meter zum Schieben von Hand kostet montiert 1.600 bis 3.600 Euro. Mit elektrischem Antrieb liegt das Schiebetor bei 3.000 bis 6.000 Euro.
| Tor | Ohne Montage | Mit Pfosten und Montage |
|---|---|---|
| Drehtor, zweiflügelig, 3 Meter | 500 bis 1.700 Euro | 900 bis 2.800 Euro |
| Schiebetor von Hand, 4 Meter | 900 bis 2.400 Euro | 1.600 bis 3.600 Euro |
| Schiebetor mit Antrieb, 4 Meter | 1.900 bis 4.200 Euro | 3.000 bis 6.000 Euro |
| Antrieb für ein Drehtor | 400 bis 1.200 Euro | nicht genannt |
| Antrieb für ein Schiebetor | 500 bis 1.500 Euro | nicht genannt |
Die Tore in der Tabelle sind unterschiedlich breit, deshalb lassen sich die Preise nur grob vergleichen. Ein Tor mit Antrieb kostet mit Stromanschluss und Pfosten deutlich mehr als das Tor allein.
Gefälle in der Einfahrt
Steigt die Einfahrt hinter dem Tor an, stoßen die Flügel eines Drehtors beim Öffnen gegen den Boden. Dann müssen Sie die Flügel kürzer machen, nach außen öffnen lassen oder auf ein Schiebetor ausweichen. Nach außen auf den Gehweg zu öffnen ist aber keine gute Lösung, weil die Flügel Fußgänger treffen können.
Ein freitragendes Schiebetor ist bei Gefälle die einfachere Wahl. Es berührt den Boden nicht und braucht keine ebene Laufbahn. Ein Tor mit Laufschiene passt dagegen nur auf einen ebenen Untergrund.
So bleibt ein Drehtor in Form
Ein Drehtor hängt mit seinem ganzen Gewicht an den Scharnieren und am Torpfosten. Nach Angaben des Zaunbaubetriebs Zauncenter 2000 bieten die Scharniere 5 bis 10 Millimeter Spielraum zum Nachstellen. Hängt ein Tor trotzdem, ist oft ein geneigter Pfosten die Ursache.
Dann hilft kein Nachstellen am Scharnier, sondern nur ein gerader Pfosten. Ein schiefer Torpfosten lässt sich richten, meist mit einem neuen Fundament. Planen Sie für Torpfosten von Anfang an kräftige Pfosten mit eigenem Fundament.
Ist hinter der Einfahrt so viel Platz frei, wie die Torflügel breit sind?
Ist die Einfahrt hinter dem Tor eben?
Ein Drehtor passt. Es ist meist günstiger als ein Schiebetor.
Prüfen Sie ein freitragendes Schiebetor, das kommt mit Gefälle zurecht.
Ist neben der Einfahrt die Durchfahrtsbreite plus 40 bis 50 Prozent frei?
Ein freitragendes Schiebetor passt. Es läuft ohne Schiene und friert nicht fest.
Prüfen Sie ein Schiebetor mit Laufschiene. Es braucht nur etwa 0,5 Meter mehr als die Durchfahrt und einen ebenen Boden.
Häufige Fragen
Wie viel Platz braucht ein Schiebetor neben der Einfahrt?
Ein freitragendes Schiebetor braucht neben der Einfahrt die Durchfahrtsbreite plus 40 bis 50 Prozent. Ein Schiebetor mit Laufschiene braucht nur etwa 0,5 Meter mehr als die Durchfahrt. Das nennt der Torhersteller Trekstor.
Wann wählt man ein freitragendes Schiebetor?
Ein freitragendes Schiebetor wählt man bei Gefälle in der Einfahrt, bei einer Einfahrt ohne Schwelle und gegen Ärger mit Eis im Winter. Es braucht seitlich mehr Platz und kostet mehr. Trekstor empfiehlt es, wenn genug Platz da ist.
Was kostet ein Schiebetor im Vergleich zum Drehtor?
Ein Schiebetor von 4 Meter kostet montiert 1.600 bis 3.600 Euro, ein zweiflügeliges Drehtor von 3 Meter 900 bis 2.800 Euro. Die Preise stammen von Blauarbeit. Mit Antrieb kostet das Schiebetor 3.000 bis 6.000 Euro.
Kann ich ein Drehtor an einer ansteigenden Einfahrt einbauen?
An einer ansteigenden Einfahrt stoßen die Flügel eines Drehtors beim Öffnen gegen den Boden. Kürzere Flügel oder ein freitragendes Schiebetor lösen das Problem. Nach außen auf den Gehweg sollte ein Tor nicht öffnen.
Warum friert ein Schiebetor mit Laufschiene im Winter fest?
Ein Schiebetor mit Laufschiene friert fest, weil sich im Winter Eis in der Schiene sammelt. Der Hersteller Trekstor nennt das als häufigsten Grund für Einsätze zwischen November und Februar. Ein freitragendes Tor hat dieses Problem nicht.
