80 Zentimeter tief, damit Frost den Pfosten nicht hebt
Wasser im Boden dehnt sich aus, wenn es gefriert. Liegt ein Fundament zu flach, hebt der gefrorene Boden es im Winter an. Taut der Boden, sackt der Pfosten nicht ganz zurück, und nach einigen Wintern steht er schief. Deshalb gehört das Fundament unter die Frostgrenze, also so tief, dass der Boden dort nicht mehr gefriert.
Nach Angaben des Zaunhändlers Zaundirekt liegt die Frostgrenze in Deutschland bei 60 bis 80 Zentimeter. Das Loch für einen Zaunpfosten ist deshalb etwa 80 Zentimeter tief. Der Pfosten selbst steckt etwa 60 Zentimeter tief im Beton.
So ist ein Pfostenloch aufgebaut
Ein Pfostenloch hat drei Schichten. Unten liegt Kies, damit Wasser abläuft. Darüber kommt Beton, der den Pfosten hält. Zaundirekt nennt ein Loch von 80 Zentimeter Tiefe und 30 Zentimeter Durchmesser, 20 Zentimeter Kies und rund 40 Liter Beton.
| Teil | Maß | Wozu |
|---|---|---|
| Tiefe des Lochs | etwa 80 Zentimeter | unter die Frostgrenze |
| Durchmesser des Lochs | etwa 30 Zentimeter | genug Beton rund um den Pfosten |
| Kies unten im Loch | etwa 20 Zentimeter | Wasser ablaufen lassen |
| Pfosten im Beton | etwa 60 Zentimeter | fester Halt |
| Beton je Pfosten | rund 40 Liter, grob 3 Säcke | Last in den Boden leiten |
Ein Sack Trockenbeton zu 25 Kilogramm ergibt nach Angaben des Herstellers Baumit rund 13 Liter Beton. Für 40 Liter brauchen Sie also gut 3 Säcke je Pfosten.
So viel Beton braucht der ganze Zaun
Die Betonmenge rechnen Sie aus der Zahl der Pfosten. Ein Doppelstabmattenzaun von 25 Meter Länge auf gerader Strecke hat 10 Matten und 11 Pfosten. Bei 40 Liter je Pfosten brauchen Sie 440 Liter Beton, das sind rund 34 Säcke zu 25 Kilogramm.
- Jede Ecke braucht einen eigenen Pfosten.
- Jedes Tor braucht zwei kräftige Pfosten mit größerem Fundament.
- Am Hang kann ein Pfosten mehr nötig sein, wenn Sie die Matten abtreppen.
Lassen Sie den Beton mindestens einen Tag aushärten, bevor Sie die Matten einhängen. So rät es der Händler Hanse Zauntechnik in seiner Anleitung. Pfosten in Flucht und Lot zu setzen, ist der wichtigste Schritt, wenn Sie einen Doppelstabmattenzaun selbst aufbauen.
Frost ist nicht jedes Jahr gleich stark
Der Deutsche Wetterdienst zählt Frosttage, an denen die Temperatur unter null Grad fällt. 2025 waren es in Deutschland 82,9 Tage. Bayern kam auf 106,5 Frosttage, Schleswig-Holstein auf 59,0. Im milden Jahr 2024 waren es bundesweit nur 52,0 Tage, im Jahr 2021 dagegen 89,4 Tage.
| Gebiet | 2025 | 2024 | 2021 |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 82,9 Tage | 52,0 Tage | 89,4 Tage |
| Bayern | 106,5 Tage | 69,3 Tage | 117,9 Tage |
| Sachsen | 94,1 Tage | 65,6 Tage | 101,2 Tage |
| Thüringen | 93,9 Tage | 62,0 Tage | 105,7 Tage |
| Baden-Württemberg | 93,8 Tage | 65,1 Tage | 105,6 Tage |
| Hessen | 79,8 Tage | 52,3 Tage | 91,2 Tage |
| Niedersachsen | 69,5 Tage | 35,5 Tage | 64,9 Tage |
| Nordrhein-Westfalen | 63,1 Tage | 34,5 Tage | 68,3 Tage |
| Schleswig-Holstein | 59,0 Tage | 33,6 Tage | 68,3 Tage |
Ein milder Winter sagt wenig über den nächsten. Sparen Sie deshalb nicht an der Tiefe, auch wenn Ihre Gegend als mild gilt. Ein schief stehender Zaun kostet später mehr als die Arbeit am tiefen Loch.
Sichtschutz und Tore brauchen mehr Fundament
Ein geschlossener Sichtschutz fängt den Wind wie ein Segel. Für Sichtschutz von 1,8 bis 2 Meter Höhe empfiehlt Hanse Zauntechnik Fundamente von etwa 90 bis 100 Zentimeter Tiefe und 35 Zentimeter Breite. Gabionen brauchen nach Angaben von Sakret sogar ein durchgehendes Fundament von etwa 1 Meter Tiefe.
Torpfosten tragen das Gewicht der Flügel und bekommen bei jedem Öffnen einen Ruck. Sie brauchen deshalb verstärkte Pfosten und eigene Fundamente. Blauarbeit nennt für zwei verstärkte Torpfosten mit Fundament 200 bis 500 Euro.
Woran Sie ein schlechtes Fundament erkennen
Ein Fundament liegt unter der Erde, deshalb prüfen es die wenigsten. Nach Angaben des Zaunbaubetriebs Zauncenter 2000 wackelt ein Pfosten meist aus drei Gründen. Das Loch war flacher als 80 Zentimeter, der Beton war zu nass, oder der Pfosten steckte nicht tief genug im Beton.
Steht ein Pfosten schon schief, hilft meist nur ein neues Fundament. Wie Sie einen schiefen Zaunpfosten richten, hängt davon ab, ob der Pfosten selbst noch heil ist.
Häufige Fragen
Wie tief müssen Zaunpfosten einbetoniert werden?
Zaunpfosten stehen in einem etwa 80 Zentimeter tiefen Loch, der Pfosten selbst steckt etwa 60 Zentimeter tief im Beton. So nennt es der Zaunhändler Zaundirekt. Die Tiefe schützt vor Frost, der flache Fundamente anhebt.
Wie viel Beton brauche ich pro Zaunpfosten?
Pro Zaunpfosten brauchen Sie rund 40 Liter Beton, bei einem Loch von 30 Zentimeter Durchmesser und 80 Zentimeter Tiefe mit 20 Zentimeter Kies. Ein Sack Trockenbeton zu 25 Kilogramm ergibt rund 13 Liter. Das sind gut 3 Säcke je Pfosten.
Wie lange muss der Beton aushärten, bevor ich die Zaunmatten einhänge?
Der Beton sollte mindestens einen Tag aushärten, bevor Sie die Zaunmatten einhängen. So rät es der Händler Hanse Zauntechnik. Seine volle Festigkeit erreicht Beton nach Angaben von Sakret erst nach 28 Tagen.
Brauche ich Kies unter dem Zaunfundament?
Unter dem Zaunfundament gehören etwa 20 Zentimeter Kies, damit Wasser ablaufen kann. So steht es in der Anleitung des Zaunhändlers Zaundirekt. Ohne Kies sammelt sich Wasser am Fuß des Pfostens.
Warum wackelt mein Zaunpfosten nach einem Winter?
Ein Zaunpfosten wackelt meist, weil das Loch flacher als 80 Zentimeter war, der Beton zu nass war oder der Pfosten zu kurz im Beton steckte. Das nennt der Zaunbaubetrieb Zauncenter 2000. Frost hebt ein zu flaches Fundament jeden Winter ein Stück an.
