Die Entsorgung kostet 8 bis 20 Euro je Meter
Bevor ein neuer Zaun steht, muss der alte weg. Den Abbau können Sie dem Betrieb mit übertragen, der den neuen Zaun baut. Blauarbeit nennt für die Entsorgung dafür 8 bis 20 Euro je Meter. Bei einem Zaun von 30 Meter Länge sind das 240 bis 600 Euro, bei 50 Meter 400 bis 1.000 Euro.
Lassen Sie sich im Angebot sagen, was genau im Preis steckt. Gehören Abbau, Ausgraben der Fundamente, Abtransport und die Gebühren der Entsorgung dazu, oder nur einer dieser Posten? Ein günstiger Meterpreis ohne Fundamente kann am Ende teurer werden.
Die Fundamente machen die meiste Arbeit
Matten, Latten und Bretter sind schnell abgebaut. Aufwendig sind die Fundamente der Pfosten. Nach Angaben des Zaunhändlers Zaundirekt steckt in jedem Fundament rund 40 Liter Beton. Ein Zaun von 30 Meter mit 13 Pfosten hat also rund 520 Liter Beton im Boden.
Diese Betonklötze müssen ausgegraben und abtransportiert werden. Das ist schwere Arbeit, oft mit Spitzhacke oder Bagger. Fragen Sie beim Wertstoffhof Ihrer Stadt, ob er Betonreste annimmt und was das kostet. Für größere Mengen lohnt sich manchmal ein kleiner Container für Bauschutt.
Holz, Metall und Beton getrennt entsorgen
Ein alter Zaun besteht meist aus mehreren Stoffen. Trennen Sie sie beim Abbau, dann wird die Entsorgung günstiger. Die Tabelle zeigt, wohin welcher Teil gehört und worauf Sie achten müssen.
| Teil des Zauns | Wohin damit | Worauf Sie achten |
|---|---|---|
| Latten und Pfosten mit Holzschutzmittel | Wertstoffhof als gefährliches Altholz | Nicht verbrennen und nicht zum normalen Holz geben |
| Unbehandeltes Holz | Wertstoffhof als Altholz | Fragen Sie, ob unbehandeltes Holz getrennt angenommen wird |
| Matten, Pfosten und Tore aus Metall | Wertstoffhof oder Schrotthandel | Metall lässt sich gut wiederverwerten |
| Betonfundamente | Wertstoffhof oder Container als Bauschutt | Vorher nach Menge und Preis fragen |
| Platten aus Asbestzement | nur über Fachfirma, Wertstoffhof oder Deponie | Nicht brechen, sägen oder bohren |
Behandeltes Zaunholz ist gefährliches Altholz
Ob Zaunholz mit Holzschutzmittel behandelt ist, sieht man ihm nicht immer an. Die Altholzverordnung ordnet behandeltes Bauholz aus dem Außenbereich und Holz aus dem Garten- und Landschaftsbau der höchsten Klasse zu. Diese Klasse gilt als gefährliches Altholz, deshalb behandeln Sie altes Zaunholz im Zweifel so.
Dieses Holz dürfen Sie nicht im Kaminofen verbrennen. Die Verordnung über kleine Feuerungsanlagen erlaubt dort nur naturbelassenes Holz und Holz ohne Holzschutzmittel. Geben Sie behandeltes Zaunholz deshalb beim Wertstoffhof ab und sagen Sie dort, woher es stammt.
Platten aus Asbestzement nicht selbst zerbrechen
Bei alten Zäunen, vor allem bei Sichtschutzwänden aus grauen Wellplatten oder ebenen Platten, kann Asbest im Spiel sein. Asbestzement wurde in Deutschland bis etwa 1990 hergestellt und enthält rund 10 bis 15 Prozent Asbestfasern. Seit 1993 ist Asbest in Deutschland verboten.
Solange die Platten unbeschädigt sind, geht von ihnen bei normaler Nutzung keine Gefahr aus. Gefährlich wird es, wenn sie zerbrochen, gesägt, gebohrt oder geschliffen werden. Dann werden Fasern frei, die beim Einatmen schwere Krankheiten bis zu Lungenkrebs auslösen können.
- Lassen Sie die Platten nicht zerschlagen und nicht zersägen.
- Fragen Sie beim Abfallberater Ihrer Stadt oder Ihres Kreises, wie Asbest dort angenommen wird.
- Lassen Sie den Abbau von einer Fachfirma mit Sachkunde für Asbest ausführen.
- Bringen Sie Asbestabfall nur in dicht verschlossenen und beschrifteten Behältern zum Wertstoffhof oder zur Deponie.
Das Umweltbundesamt nennt für private Haushalte Wertstoffhöfe, Deponien und Lager von Fachbetrieben als Annahmestellen. Für den Abbau verlangt es eine Firma mit besonderer Sachkunde nach einer technischen Regel für Gefahrstoffe.
So sparen Sie bei der Entsorgung
- Bauen Sie Latten und Matten selbst ab und lassen Sie nur die Fundamente vom Betrieb ausgraben.
- Trennen Sie Holz, Metall und Beton schon beim Abbau.
- Fragen Sie vorher beim Wertstoffhof nach Mengen, Gebühren und Öffnungszeiten.
- Lassen Sie Abbau und Neubau vom selben Betrieb erledigen, dann fällt die Anfahrt nur einmal an.
Vom Arbeitslohn für Abbau und Entsorgung ziehen Sie 20 Prozent von der Steuer ab, höchstens 1.200 Euro im Jahr. Was der neue Zaun kostet, zeigt der Preis für einen Meter Zaun. Ist nur ein Teil des alten Zauns kaputt, kann auch eine Reparatur reichen.
Häufige Fragen
Was kostet die Entsorgung eines alten Zauns pro Meter?
Die Entsorgung eines alten Zauns kostet nach Angaben von Blauarbeit 8 bis 20 Euro pro Meter. Für 30 Meter sind das 240 bis 600 Euro. Fragen Sie, ob das Ausgraben der Fundamente im Preis enthalten ist.
Darf ich alte Zaunlatten im Kamin verbrennen?
Alte Zaunlatten mit Holzschutzmittel dürfen Sie nicht im Kamin verbrennen. Im Kaminofen ist nur naturbelassenes Holz und Holz ohne Holzschutzmittel erlaubt. Behandeltes Zaunholz gilt als gefährliches Altholz und gehört zum Wertstoffhof.
Wie erkenne ich Asbest in einem alten Zaun?
Asbest in einem alten Zaun steckt meist in grauen Platten aus Asbestzement, die bis etwa 1990 hergestellt wurden. Sicher erkennen lässt sich Asbest nur durch eine Untersuchung im Labor. Behandeln Sie alte graue Platten im Zweifel wie Asbest und lassen Sie sie nicht zerbrechen.
Wohin mit den Betonfundamenten eines alten Zauns?
Betonfundamente eines alten Zauns gehören als Bauschutt zum Wertstoffhof oder in einen Container. Jedes Fundament enthält rund 40 Liter Beton. Fragen Sie vorher, welche Mengen der Wertstoffhof annimmt und was er berechnet.
Kann ich einen alten Zaun selbst abbauen?
Einen alten Zaun aus Holz oder Metall können Sie selbst abbauen und so Geld sparen. Schwer sind vor allem die Betonfundamente der Pfosten. Platten aus Asbestzement überlassen Sie einer Fachfirma.
